Pflanzenphysiologische Übungen

Home >> Institut >> Lehre >> Veranstaltungen

Drei Kurse stehen zur Auswahl:

Dienstags von 14:00 bis 19:00
Mittwochs von 8:00 bis 13:00
Mittwochs von14:00 bis 19:00

 

Voraussetzung:

Voraussetzung für den Kurs ist das botanisch-mikroskopische Praktikum. Es wird der Stoff der Grundvorlesung Botanik vorausgesetzt. Außerdem wäre es von Vorteil, das chemische Praktikum bereits absolviert zu haben. Wegen der Engpässe in diesem Praktikum ist jedoch auch ohne dessen Schein eine Teilnahme an den Pflanzenphysiologischen Übungen möglich. Allerdings muß dann mit zusätzlichem Zeitbedarf für die theoretische Vorbereitung gerechnet werden.

Ablauf des Kurses:

An jedem Versuchstag wird in Zweiergruppen eine Reihe von Versuchen zu einem thematischen Rahmen (Versuchsgruppe) durchgeführt. Für jeden Kurs ist in einem Terminplan festgelegt, in welcher Reihenfolge die Versuche von den einzelnen Gruppen durchgeführt werden. Die Versuchsgruppen sind so zusammengestellt, dass die in ihnen enthaltenen Versuche bei zügigem Arbeiten im Verlauf eines Praktikumstags ausgeführt oder angesetzt werden können. Voraussetzungen sind allerdings rechtzeitige Versuchsvorbereitung einschließlich theoretischer Vorbereitung, am besten innerhalb der Gruppe, sowie das vorherige Ausarbeiten eines Zeitplanes. Die Planung und gegenseitige Absprache beim Experimentieren setzt voraus, dass man eine genaue Vorstellung vom Ablauf des Experiments hat. Wer erst während des Experiments das Skript liest und sich von Halbsatz zu Halbsatz weiterhangelt, wird auch zeitliche Schwierigkeiten bekommen. Die theoretische Vorbereitung wird in einem halbstündigen Kolloquium geprüft. Dies soll nicht nur zu kontinuierlicher Vorbereitung anhalten, sondern gibt auch eine Rückmeldung über den Stand des Wissens und übt die Situation einer mündlichen Prüfung.
Da Pflanzen für Wachstums- und Entwicklungsvorgänge Zeit brauchen, wird es bei einigen Experimenten auch notwendig sein, außerhalb der Kurszeit etwas vorzubereiten oder auszuwerten.
Protokoll: Zu jedem durchgeführten Versuch ist ein Protokoll anzufertigen . Sie sollen in diesem Praktikum auch lernen, dass es nicht nur darauf ankommt, die richtigen Ergebnisse zu produzieren, sondern diese auch nachvollziehbar zu dokumentieren. Wer zur „Scientific Community“ gehören will, muß seine Ergebnisse anderen glaubhaft machen können. Dies ist nur schwer möglich, wenn die Aufzeichnungen aus wirren Zahlen und Notizen auf losen Blättern bestehen, die jederzeit durch andere Blätter mit „besseren“ Werten ausgetauscht werden können. Das perfekteste Protokoll und die hochrangigste Veröffentlichung hat nur dann wissenschaftlichen Wert, wenn man jederzeit in der Lage ist, mit Originalaufzeichnungen die Ergebnisse zu belegen. Sie sollen daher Ihre Aufzeichnungen in ein Laborbuch eintragen und sich dabei angewöhnen, dies möglichst übersichtlich und nachvollziehbar zu gestalten. Aus dem Laborbuch dürfen keine Seiten entfernt werden und kein Werte gelöscht werden. Allenfalls dürfen Sie Fehler lesbar durchstreichen und verbessert darüber schreiben. Es kann auf die Ausdrucke von Messgeräten verwiesen werden oder diese können dazu geheftet werden. Aus der Art, wie ein Laborbuch geführt ist, kann man relativ gut erkennen, wie jemand ein Experiment beherrscht. Wer sich von Halbsatz zu Halbsatz im Skript weiterhangelt wird meist nicht erkennen, dass später mit einem notierten Messwert noch weiter gearbeitet werden muß. Nur wer zuvor den gesamten Versuchsablauf verstanden hat, kann seine Notizen in der Regel strukturieren. Profis können bereits in der Versuchsplanung diese Struktur anlegen und brauchen dann nur noch ihre Daten einzutragen. Uns ist jedoch klar, dass Sie sich darin erst noch üben müssen und nicht immer gleich ein perfekt strukturiertes Messprotokoll gelingt. Diese Eintragungen lassen Sie am Ende jedes Kurstages vom Assistenten abzeichnen.

Scheinvergabe:

Einen Schein für das pflanzenphysiologische Praktikum erhält, wer folgende Kriterien erfüllt:

  • Regelmäßige Teilnahme, es wird kein Fehltag akzeptiert
Wer durch schuldhaftes Fehlen einen Praktikumsplatz nicht wahrnimmt und deshalb den Kurs wiederholen muß, wird an das Ende der Nachrückerliste gesetzt.

  • Erfolgreiche Kurstagskolloquien
An jedem Kurstag findet ein Kolloquium zu den jeweiligen Versuchen und deren theoretischem Hintergrund statt. Es gibt drei Bewertungsstufen: ‘+’, ‘Haken’ und ‘–’. Ein mit ‘–’ bewertetes Kolloquium soll bis zum nächsten Kurstag, muß aber spätestens innerhalb von zwei Wochen bei den Kursleiterlnnen nachgeholt werden. Es müssen alle 11 Kurstagskolloquien absolviert werden.

  • Bewertung der praktischen Arbeit
Ein wichtiges Ziel dieses ~, ebenso wie anderer Praktika,  ist die Vermittlung von praktischen Fertigkeiten im Labor und der Herstellung eines Zusammenhangs zwischen theoretischem Wissen und dem Experiment. Daher sollen auch die praktischen Leistungen und die Anwendung des theoretischen Wissens auf das jeweilige Experiment in die Bewertung einbezogen werden. Wichtige Aspekte der praktischen Bewertung durch AssistentInnen und KursleiterInnen sind (a) die Vor- und Nachbereitung der Versuche (b) die experimentelle Arbeit am jeweiligen Praktikumstermin. Hierzu zählt - der praktische Umgang mit Geräten und Chemikalien - ob Sie den Überblick über das Experiment haben, oder sich nur von Satz zu Satz im Skript weiterhangeln - ob die Dokumentation des Experiments im Laborbuch übersichtlich und vollständig ist, oder nur aus wirr notierten Zahlen und Stichworten besteht - ob Sie vor allem nach dem Experimentieren Ordnung halten (c) die Protokolle (s.u.)
Es ist dabei klar, daß manche diese Fertigkeiten erst im Laufe des Praktikums erwerben werden. Deshalb wird eine negative Beurteilung am Anfang keine Konsequenzen haben, wenn Fortschritte folgen. Wenn die experimentelle Arbeit im Verlauf des Praktikums allerdings durchgängig als ungenügend bewertet wird, kann kein Schein erteilt werden.

  • Protokollführung
Es muß ein Laborbuch geführt werden (keine Blattsammlung!). Darin werden die Messwerte, Beobachtungen und Ergebnisse der Versuche sowie Abweichungen von der Vorschrift in einem Meßprotokoll festgehalten. Am Ende jedes Versuchstages wird das Laborbuch von den BetreuerInnen (nach Inspektion Ihres Arbeitsplatzes) abgezeichnet. Auf der Grundlage des Laborbuches wird ein Protokoll angefertigt (siehe Musterprotokoll). Das Protokoll zu jedem Praktikumstag soll eine Woche nach Versuchsende abgegeben werden. Es muß aber spätestens zwei Wochen nach Abschluß der jeweiligen Versuchstage vorliegen. Jede Gruppe gibt jeweils ein Protokoll ab. Alle TeilnehmerInnen sollen in gleichem Maße an der Protokollierung der Ergebnisse beteiligt sein. ,Abgekupferte Protokolle' aus früheren Semestern fallen auf,  müssen neu geschrieben werden und gelten als Täuschungsversuch. Damit gefährden Sie nicht nur Ihren persönlichen Lerneffekt sondern auch das Erreichen des Kurszieles und damit den Schein!  Zu jedem Protokoll muß eine auch für BetreuerInnen verständliche Kopie des Meßprotokolls aus dem Laborbuch vorgelegt werden, sonst ist das Protokoll wertlos und ungültig. Die Protokolle müssen formell so gestaltet werden, wie das Musterprotokoll, das im Skript dargestellt ist.

  • Akzeptierte Übergabe der Ausrüstungsschränke
Alle Gerätschaften aus den Gruppenschränken müssen gründlich gesäubert übergeben und offiziell abgenommen worden sein.

  • Erfolgreiches Abschlußkolloquium
Das Abschlußkolloquium gilt als bestanden, wenn es mit ‘+’ oder ‘Haken’ bewertet wurde. Bei einem ‘–’ kann das Abschlußkolloquium wiederholt werden, sofern Sie nicht mit einem ‘–’ als Vorschlagsnote (siehe unten) in das Abschlußkolloquium gegangen sind. In diesem Fall gibt es keine Möglichkeit ein negatives Abschlußkolloquium auszubügeln, Sie müssen den gesamten Kurs wiederholen.

E-Learning:

Lernmodul zur chemiosmotischen Theorie der Phosphorylierung:

Zu diesem Thema steht Ihnen ein 15 Min langes multimediales Lernmodul zur Verfügung, welches Sie während der Vorbereitungszeiten an den beiden Rechnern im Praktikumsraum anschauen können. Wer es auf seinen eigenen Rechner herunterladen möchte, kann sich über die „Selbstregistrierung“ beim ReaderPlus anmelden und muss dort die Veranstaltungsnummer und das Kennwort eingeben. Beides finden Sie im Skript.  Danach kann er sowohl das Lernmodul (ca. 15 MB) als auch den hierzu nötigen LECTURNITY-Player und falls nötig den passenden Decoder herunterladen. Dort finden Sie auch Links zu empfohlenen Internetseiten. Auch andere Veranstaltungen nutzen den ReaderPlus und LECTURNITY zum Austausch von Dateien mit den Studierenden, sodass sich die Anmeldung lohnt. Weitere Lernmodule sind in Vorbereitung.